1. Navigation
  2. Inhalt
  3. Herausgeber
Stadtplanerin
Fahrradtouristen an der Elbe
Luftbild Dresden
Inhalt

Landesentwicklung

Acht sächsische Projekte im 2. Call erfolgreich

Im zweiten Antragsverfahren des INTERREG V B Förderprogrammes für Mitteleuropa wurden 211 Projektanträge im Aufrufzeitraum Juni 2016 eingereicht und von der Verwaltungsbehörde (Managing Authority und dem Joint Secretariat) in Wien geprüft. Deutschland hat sich mit 49 Projektanträgen beteiligt. Letzte Woche gab die Bewertungskommission im Rahmen ihrer Sitzung in Prag die Ergebnisse der Prüfung bekannt. Rund 90 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) werden in den kommenden Jahren auf transnationale Projektpartnerschaften übertragen. Insgesamt wurden 50 Anträge der neun am Programm INTERREG V B für Mitteleuropa beteiligten Länder von der Kommission bewilligt.

Acht sächsische Leadpartner-Projekte mit einem EFRE-Gesamtfördervolumen in Höhe von 15,64 Mio. EUR, davon ca. 7 Mio. EUR für die sächsischen Partner, waren erfolgreich.  

Erfolgreich waren in der Kategorie Innovation mit dem Schwerpunkt Technologie und Innovationstransfer das Projekt AMICE des Leadpartners Technische Universität Chemnitz.

In der Kategorie Kohlenstoffreduzierung mit dem Schwerpunkt Energieplanung hat das Projekt RURES des Leadpartners Aufbauwerk Region Leipzig GmbH einen Zuschlag erhalten.

Im Bereich Städtische Mobilität dieser Kategorie wurde das Projekt LOW-CARB des Leadpartners Leipziger Verkehrsbetriebe GmbH bestätigt.

Unter dem Schwerpunkt Naturerbe und Biodiversität in der Kategorie Umwelt und Kultur wurde das Projekt MaGICLandscapes des Leadpartners Technische Universität Dresden bewilligt.

Für den Teilbereich Wassermanagement der Kategorie Umwelt und Kultur erhielt das Projekt RAINMAN des Leadpartners Sächsisches Landesamt für Umwelt und Geologie den Zuschlag.

Das Projekt REFREsh des Leadpartners Aufbauwerk Region Leipzig GmbH erhielt im Bereich kulturelle und kreative Industrie der Kategorie Umwelt und Kultur die Förderbewilligung.

Mit dem Projekt VirtualArch des Leadpartners Sächisches Landesamt für Archäologie unter dem Schwerpunkt Erbe und historische Gebäude der Kategorie Umwelt und Kultur wurde ein weiteres sächsisches Projekt bestätigt.

In der Kategorie Transport erhielt das Projekt TRANSBORDER des Leadpartners Sächisches Staatsministerium für Wirtschaft und Arbeit im Bereich des Regionalen Personenverkehrs den Zuschlag.

Der Fachbereich Europäische Raumordnung, Regionalentwicklung des Sächsischen Staatsministeriums des Innern ist als Projektpartner bei RAINMAN und als assoziierter Partner bei VirtualArch beteiligt.   

  

Für mehr Informationen bitte hier klicken.

Fachtagung „Nachhaltige Flächenentwicklung in den sächsischen Kommunen“

Am 1. Oktober 2015 trafen sich in Oelsnitz/Erzgebirge auf Einladung des Sächsischen Staatsministeriums des Innern (SMI) und des Sächsischen Staatsministeriums für Umwelt und Landwirtschaft (SMUL) ca. 90 Vertreter der staatlichen und kommunalen Ebene zur

Fachtagung „Nachhaltige Flächenentwicklung in den sächsischen Kommunen“.

In der Nationalen Nachhaltigkeitsstrategie formuliert die Bundesregierung das Ziel, den Flächenverbrauch bis 2020 auf 30 Hektar pro Tag zu begrenzen. Der Freistaat Sachsen hat u. a. in der Nachhaltigkeitsstrategie die Zielstellung zur Reduzierung der Flächenneuinanspruchnahme auf unter 2 Hektar pro Tag bis 2020 aufgenommen. Neben dem Freistaat selbst ist die wichtigste Ebene für die Umsetzung dieser Vorgabe die kommunale Ebene. Hier soll im Rahmen der Bauleitplanung eine intelligente und nachhaltige Flächennutzung, bspw. im Hinblick auf vorhandene innerörtliche Potenziale, umgesetzt werden. Im Landesentwicklungsplan 2013 wurde dazu das Prinzip des Vorrangs der Innen- vor der Außenentwicklung raumordnerisch verankert.

Die Fachtagung wurde moderiert von Prof. Dr. Wolf-Uwe Sponer, Referatsleiter Landes- und Regionalplanung im SMI.

Herr Winter am Rednerpult

 

Nach der Begrüßung durch Herrn Max Winter, Abteilungsleiter Landesentwicklung, Vermessungswesen, Sport im SMI sowie dem Bürgermeister der Gastgeberstadt Oelsnitz/Erzgebirge Herrn Bernd Birkigt reflektierte Jörg Kellermann vom Referat Landes- und Regionalplanung im SMI das Thema aus Sicht der Ministerkonferenz für Raumordnung sowie der sächsischen Landesplanung.

Christian Brietzke vom Sächsischen Städte- und Gemeindetag machte die Herausforderungen der Kommunen beim Umgang mit verwahrlosten Immobilien deutlich.

Im Rahmen zweier Förderprogramme des Freistaates werden die Kommunen umfassend und nachhaltig bei der Revitalisierung ihrer Brachflächen unterstützt. Michael Köppl vom Referat Stadtentwicklung des SMI ermutigte die anwesenden Kommunalvertreter, die vorhandenen Fördermöglichkeiten zur Brachflächenrevitalisierung zu nutzen und erläuterte die Zuwendungsvoraussetzungen.

Über die Pflichten und die Möglichkeiten der Gemeinden zur Abwehr von Gefahren, die von Brachen ausgehen können, berichtete Dr. Erik Nowak vom Referat Bodenschutz, Altlasten, Geologie des SMUL. Stephan Teller stellte ergänzend  die Herangehensweise an verwahrloste Grundstücke in der Landeshauptstadt Dresden vor.

Der Freistaat Sachsen und die Deutsche Bahn streben nachhaltige und wirtschaftlich tragfähige Nutzungsmöglichkeiten für die nicht mehr benötigten Bahnflächen an. Informationen zu den Möglichkeiten und Grenzen der Nachnutzung dieser  Bahnflächen in Sachsen sowie zum Stand der Zusammenarbeit mit der DB AG erhielten die Zuhörer von Staatsminister a. D. Klaus Hardraht.

Für eine nachhaltige Siedlungsentwicklung ist insbesondere auch die Abschätzung von Folgekosten und eine hohe Kostentransparenz bei der Ausweisung neuer Baugebiete von Bedeutung. Dazu stellte Dr. Jens-Martin Gutsche den speziell auf Sachsen zugeschnittenen „FolgekostenSchätzer Sachsen“ vor, der es insbesondere den Kommunen ermöglichen soll, Planungsvorhaben im Bereich des Wohnungsbaus zu einem möglichst frühen Zeitpunkt grob hinsichtlich der Folgekosten zu bewerten.

Aus Sicht der Wirtschaftsförderung Erzgebirge beleuchtete deren Geschäftsführer Matthias Lißke die Thematik Nachnutzung von Brachen bzw. Brachenrevitalisierung.

Blick in den Konferenzraum auf die Teilnehmer der Fachtagung Oelsnitz

 

Abschließend stellte Bürgermeister Bernd Birkigt die Herausforderungen bei der Revitalisierung des ehemals für den Steinkohlenbergbau genutzten Güterbahnhofs für die 7. Sächsische Landesgartenschau vor. Im Anschluss an das Vortragsprogramm  besichtigten die Teilnehmer das Gelände der Landesgartenschau und konnten  die eindrucksvolle Verwandlung der ehemaligen Brachfläche in eine blühende abwechslungsreiche Landschaft erleben.

Fachvorträge

Marginalspalte

© Sächsisches Staatsministerium des Innern