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Fachförderung »FR Regio«

Ziel der Förderrichtlinie »Regionalentwicklung (FR-Regio)« ist es, Anreize für die interkommunale Kooperation zu schaffen.

Mit der fortgeschriebenen FR-Regio vom 21. Dezember 2006 sollen der Querschnittscharakter und der ganzheitliche Ansatz der Landesentwicklung soll künftig weiter hervorgehoben und genutzt werden. Zukünftig werden fachübergreifende Pilot- und Modellvorhaben (auch gemeinsame Projekte mit dem Bund) eine größere Bedeutung haben.

Angesichts der Herausforderungen des demographischen Wandels müssen in der Regionalentwicklung neue, kooperative Handlungsformen insbesondere im Bereich der Daseinsvorsorge entwickelt, erprobt und umgesetzt werden. Zudem zeigt sich bei den bisherigen Modellvorhaben des SMI, dass der damit verbundene Kommunikationsprozess und die regionalpolitischen Konsequenzen keinen Abbruch der Aktivitäten erlauben, sondern dass die – unter großer politischer Aufmerksamkeit auch

über Sachsen hinaus – aus den Modellvorhaben im Einzelnen gewonnenen strategischen Ansätze und Projekte mit Blick auf das Landesganze weitergeführt und umgesetzt werden müssen.

Die neuen Schwerpunkte liegen bei

  • Regionalen Anpassungs- und Handlungskonzepten, insbesondere unter Berücksichtigung der Erfordernisse des demographischen Wandels und gebietlicher Neuordnungen,
  • Konzeptionen zu thematischen Netzwerken sowie
  • Stadt-Umland-Konzepten für Funktionsräume Zentraler Orte und Städtenetzkonzeptionen für Verbünde Zentraler Orte.

Bei gemeinsamen Problemlagen wird darüber hinaus die überregionale Kooperation und die Vernetzung von Aktionsräumen auch über Ländergrenzen hinweg eine große Rolle spielen.

Zur Bewertung bzw. Erfolgskontrolle der Herangehensweise bei der Unterstützung der interkommunalen Zusammenarbeit in den Jahren 1997-2005 wurde die bisherige Anwendung der informellen raumordnerischen Planungsinstrumente (REK und Städtenetzkonzeptionen) in zwei Stufen extern evaluiert.

Im Ergebnis – das seit Mai 2006 vorliegt – wurde die bisherige Herangehensweise grundsätzlich bestätigt. Daneben enthält der seit April 2006 vorliegende Endbericht detaillierte Empfehlungen zur Verbesserung des Umgangs mit dem Instrumentarium REK, zum Fördervollzug, zur künftigen Ausrichtung des Fachförderprogramms »FR-Regio« und auch zur Zusammenarbeit und stärkeren Verknüpfung mit den sonstigen Förderprogrammen des Freistaates.

Gut 10 Jahre nach der letzten Evaluierung der FR-Regio wird diese momentan durch ein beauftragtes Unternehmen erneut unabhängig evaluiert. Dabei wird insbesondere die Wirkung der im Zeitraum 2013 bis 2017 über die FR-Regio geförderten nichtinvestiven Projekte untersucht. Wir erwarten den Abschluss der Evaluierung im I. Quartal 2019.