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Sächsisch-Böhmische Arbeitsgruppe

Für den Freistaat Sachsen hat die Zusammenarbeit mit den Nachbarn, bedingt auch durch seine geographische Lage, eine 454 km lange Außengrenze mit der Tschechischen Republik, immer eine außerordentliche Bedeutung und einen hohen politischen Stellenwert. Im Mai 2005 fand in Dresden die konstituierende Sitzung der Sächsisch-Böhmischen Arbeitsgruppe Raumentwicklung statt. Ziel dieser Arbeitsgruppe ist es, durch den Austausch von aktuellen, raumrelevanten Informationen und die Benennung von räumlichen Problemen im Grenzraum die grenzübergreifende Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Raumplanung und -entwicklung zu stärken und zu intensivieren. Die jetzt praktizierte frühzeitige, gegenseitige Einbeziehung und Abstimmung von zukünftigen Planungen und Maßnahmen in Handlungsfeldern mit grenzübergreifenden Auswirkungen ist Ergebnis der mittlerweile vertrauensvollen Zusammenarbeit zwischen den sächsischen Trägern der Regionalplanung und den Trägern der Raumplanung in der Tschechischen Republik.

Mitglieder dieser Arbeitsgruppe sind auf sächsischer Seite das Sächsische Staatsministerium des Innern, die Landesdirektion Sachsen sowie die Regionalen Planungsverbände Oberlausitz-Niederschlesien, Oberes Elbtal/Osterzgebirge, Region Chemnitz. Von tschechischer Seite gehören der Arbeitsgruppe neben dem Ministerium für Regionalentwicklung in Prag die drei grenznahen tschechischen Bezirksämter der Bezirke Reichenberg (Liberecký kraj), Karlsbad (Karlovarský kraj) und Aussig (Ústecký kraj) sowie ein kommunaler Vertreter der Stadt Hrádek nad Nisou an.

Im Mai 2016 fand in Dresden bereits die elfte Sitzung dieser Arbeitsgruppe statt. Die kontinuierliche Zusammenarbeit  ist ein Zeichen dafür, dass die Themen die ausgetauscht wurden und die Ergebnisse, die im Rahmen der Sitzungen präsentiert werden, auf beiden Seiten der Grenze von großem Interesse sind.

Zwei beispielhafte Ergebnisse aus der guten Zusammenarbeit der Arbeitsgruppe sind die gemeinsam erarbeitete Sächsisch-Tschechischen Grenzraumstudie und das grenzübergreifende Projekt CROSS-DATA“ (Grenzüberschreitendes Datenmanagement für raumbezogene Planungen). Die Grenzraumstudie dient der besseren Koordination handlungs- und problemlösungsorientierter grenzübergreifender Aktivitäten.  In CROSS-DATA“ wirkten alle grenznahen Regionalplanungsverbände und tschechische Bezirke als Projektpartner mit und leisteten einen wesentlichen Beitrag zur Intensivierung der fachlichen Zusammenarbeit. Nach dem Projektabschluss im Jahr 2013 haben die Partner eine Kooperationsvereinbarung geschlossen, damit das entwickelte Rauminformationssystem mindestens bis 2018 weiter betrieben wird.

 

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