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Informelle Planungsinstrumente der regionalen Ebene

Um auf die neuen Herausforderungen eines sich verstärkenden Wettbewerbs auch der Regionen schneller und flexibler reagieren zu können, besteht eine Nachfrage nach geeigneten Steuerungsinstrumenten. Dabei hat sich herausgestellt, dass die alleinige Orientierung auf die Erarbeitung der zum Teil sehr komplexen Raumordnungspläne (Landesentwicklungsplan, Regionalpläne) für eine Steuerung der räumlichen Entwicklung nicht mehr ausreicht.

Weiche (d. h. weniger formalisierte), noch stärker umsetzungsorientierte Instrumente gewinnen gegenüber diesen klassischen (normativen) Instrumenten der Raumordnung an Bedeutung. Dabei sollen die neuen flexiblen Instrumente die klassischen Pläne keineswegs verdrängen, sondern ergänzen und damit zur Konkretisierung der landesplanerischen Ziele und zur Stärkung der regionalen Entwicklung beitragen.

Die informelle Instrumente basieren auf einer Selbstbindung der beteiligten Akteure durch kooperative Beteiligungsprozesse. Sie sind handlungs- und umsetzungsorientiert, setzen Prioritäten und tragen wesentlich zur Umsetzung der formellen Instrumente bei, indem sie diese programmatisch (Maßnahmen, Zeithorizonte, Verantwortlichkeiten, ...) ausfüllen. Typische Beispiele sind Regionale Entwicklungskonzepte und Programme wie die »Soziale Stadt«.