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INTERREG IV B

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(© EU)

In der Förderperiode 2007 bis 2013 wurde die Europäische Territoriale Zusammenarbeit im Rahmen von INTERREG IV B – Europäische Territoriale Zusammenarbeit – fortgeführt. Sachsen ist im Programmraum Mitteleuropa (CENTRAL EUROPE) verortet. An diesem Programm konnten sich öffentliche und private Organisationen aus Österreich, der Tschechischen Republik, Deutschland, Ungarn, Italien, Polen, der Slowakischen Republik, Slowenien und der Ukraine beteiligen. In Deutschland waren neben Sachsen die Bundesländer Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und Thüringen im Programmraum vertreten.

Das Hauptziel des Programms wurde als direkte Antwort auf die neuen Lissabon- (Wachstum, Wettbewerbsfähigkeit, Beschäftigung) und Göteborg-Agenden (Nachhaltigkeit) formuliert. Die Strategie »Europa 2020« (Nachfolgerstrategie der Lissabon-Agenda), die Europa zur wettbewerbsfähigsten Wirtschaft machen soll, fordert eine Mobilisierung des Wachstumspotentials in allen Regionen, um das geografische Gleichgewicht der wirtschaftlichen Entwicklung zu verbessern.

Vor diesem Hintergrund wurde im Operationellen Programm für Mitteleuropa 2007 - 2013 als allgemeines Programmziel festgelegt:

  • Stärkung der territorialen Kohäsion
  • Förderung der internen Integration
  • Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit Mitteleuropas

 

Der strategische Ansatz verfolgte als Hauptziele:

  • die Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit Mitteleuropas durch Stärkung der Innovations- und Erreichbarkeitsstrukturen sowie
  • die Verbesserung einer ausgewogenen und nachhaltigen Entwicklung durch Steigerung der Umweltqualität und Entwicklung attraktiver Städte und Regionen in Mitteleuropa.

 

Schwerpunkte der transnationalen Zusammenarbeit waren die vier Prioritäten:

  • Priorität 1 - Förderung von Innovation in Mitteleuropa
  • Priorität 2 - Verbesserung der Erreichbarkeit von und innerhalb Mitteleuropas
  • Priorität 3 - Verantwortungsbewusste Nutzung unserer Umwelt 
  • Priorität 4 - Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit und Anziehungskraft von Städten und Regionen

 

Europaweit standen im Ziel 3 - Europäische territoriale Zusammenarbeit 7,75 Mrd. EUR zur Verfügung (knapp 2,0 Mrd. EUR mehr als im vorherigen Programm). Dies unterstreicht auch die zunehmende Bedeutung der territorialen Zusammenarbeit in Europa.

In Deutschland standen 257,7 Mio. EUR (gegenüber alt 110,0 Mio. EUR mehr) für transnationale Zusammenarbeit in diesem Zeitraum bereit.

Die Verwaltungsstrukturen für den Programmraum Mitteleuropa, namentlich das Gemeinsame Technische Sekretariat, waren in Wien angesiedelt.

Ende 2013 ist die aktuelle Förderperiode des Mitteleuropa Programms IV B auslaufen. Dabei kann Sachsen auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit im Rahmen der transnationalen Kooperation zurückblicken:

  1. Sächsische Partner haben durch den Einsatz von 4,8 Mio. Euro zusätzliche EFRE-Fördermittel in Höhe von 14,5 Mio. akquiriert.
  2. Sächsische Partner wiesen eine hohe Erfolgsquote bei der Antragstellung auf. Fast jeder zweite Antrag eines sächsischen Partners war erfolgreich (15 von 34), Durchschnittlich war im Programm nur jeder vierte Antrag erfolgreich.
  3. Acht Bundesländer sind im Mitteleuropaprogramm beteiligt. Circa ein Drittel der Fördermittel, die deutsche Partner im Programm akquirieren, flossen nach Sachsen.
  4.  In jedem dritten Projekt (in 40 von 124) des Mitteleuropaprogramms war ein Partner aus Sachsen vertreten.
  5. Circa 30% aller deutschen Partner kamen aus Sachsen. Jeder fünfte sächsische Partner führte ein transnationales Konsortium an (Lead-Partnerrolle).
  6. Sächsische Partner stärkten die Kooperationsbeziehungen nach Polen und Tschechien. In 36 von 40 Projekten wurde mit polnischen und/oder tschechischen Partnern zusammengearbeitet.
  7. Sächsische Partner stärkten die Kooperationsbeziehungen untereinander. In 18 von 40 Projekten waren mehrere sächsische Partner beteiligt.
  8. Stärkung der Rolle Sachsens als Tor zu Mittel- und Osteuropa durch bessere Anbindung Mitteleuropas (z.B. Railhuc, Via Regia plus), grenzübergreifender Hochwasserschutz (z.B. LABEL), Verbindung von Metropolregionen (z.B. City Regions), Vernetzung der Wirtschaft (z.B. Logical, CluStrat, Coach BioEnergy) u.v.m..

Damit steht Sachsen national - im programminternen Vergleich - an der Spitze.

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